Im Jahre 1961 ließ man in Hessen-Nassau Merkmalsuntersuchungen an mehreren Völkern durchführen. Dabei wurde auch das Zuchtmaterial von Georg Guthier einbezogen. Überaus erfreulich war das zweitbeste Körergebnis des „Guthierschen“ Materials. In Anbetracht seiner Verdienste um die Zucht und für sein imkerliches Können wurde Georg Guthier 1962 mit der höchsten Auszeichnung des Deutschen Imkerbundes, dem „Zeitlermännchen“, geehrt. Leider verstarb er, dessen Wirken wie kein anderes mit dem Aufbau der Belegstelle verbunden war, ein Jahr später.
1959 wurde die Belegstelle „Salzkopf“ nach vielen Jahren der Bewährung offiziell als Gebrauchsbelegstelle zugelassen, mit dem Ziel, „Zentrum des angestrebten Reinzuchtgebietes der Kreisgruppe Bergstraße“ zu werden.
Im Jahre 1956 erhielt Georg Guthier von Imkerfreund Jäckel (Kirschhausen) Zuchtstoff von einer Königin, die dieser von dem Züchter Dr. Müller aus Guttaring in Österreich erworben hatte. Die Nachzuchten dieser Biene zeigten besonders in der Waldtracht extrem hohe Erträge. Auf diesem Zuchtmaterial wurde nun die Zucht der Zuchtgemeinschaft aufgebaut, wobei in gewissen Abständen immer wieder zur Blutauffrischung mit K-Drohnen nicht verwandtes Material eingekreuzt wurde.
Nach dem Kriegsende 1945 gelang es relativ schnell, wieder einige Imkereien zu aktivieren. Georg Guthier und Adam Pfeifer konnten dank ihrer Überzeugungskraft und Ausdauer viele Imker für die gezielte Zucht begeistern. Der Erfolg ihrer Bemühungen zeichnete sich bald ab. Eine große Anzahl von Begattungskästen auf dem Salzkopf machte bereits 1948 eine Erweiterung der Belegstelle notwendig. Der Vorstand der Zuchtgemeinschaft setzte sich damals aus den Imkerfreunden Georg Guthier, Adam Berg, Adam Pfeifer und Stefan Helfert zusammen.
In den folgenden Jahren wurde innerhalb der Carnica-Rasse neben der Sklenar-Biene auch die Linien Peschetz, Troisek und Hollersberg erworben und erprobt.
Die Suche nach einer sanftmütigen und ertragreichen Honigbiene brachte in unserem Kreis einige Imker bereits Mitte der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts zur Carnica-Biene. Schon im Jahre 1926 schickten die Imker Georg Guthier „Guldenklingerhof“, Adam Pfeifer „Knoden“, Adam Berg „Wald-Erlenbach“ und Stefan Helfert „Kirschhausen“ Sklenar-Königinnen zur Begattung nach Österreich. Ein höherer Honigertrag und die den Nachzuchtvölkern vererbte Sanftmut zeigten diesen Männern der ersten Stunde, dass der Weg über die gezielte Nachzucht der Schlüssel zum Erfolg werden sollte. In der Folgezeit suchten sie mit Eifer nach einem geeigneten Platz zum Aufbau einer Belegstelle.
Bereits im Jahre 1928 konnte diese am „Salzkopf“ dank großer persönlicher Opfer errichtet und in Betrieb genommen werden. Nachdem die Anfangserfolge sichtbar waren und eine Belegstelle existierte, schlossen sich rasch weitere an der Zucht interessierte Imker an. Schon damals hatten sich diese Idealisten zur Aufgabe gestellt, ein Reinzuchtgebiet um die Belegstelle zu schaffen, welches mit der Zeit das Gebiet der im Kreis organisierten Imkervereine umfassen sollte. Bis zum Kriegsausbruch 1939 war bereits eine beachtliche Anzahl an Völkern beziehungsweise ganze Stände um die Belegstelle auf Carnica-Bienen umgestellt.
Leider setzte der Krieg auch bei den Imkern Grenzen. Viele Imkerkameraden kehrten nicht mehr in die Heimat zurück. In dieser Zeit zeigte sich, was Imkerkameradschaft wirklich bedeutet. Die zu Hause verbliebenen Imker halfen und betreuten die Bienenstände der in den Krieg gezogenen Kameraden. Georg Guthier betreute zum Beispiel acht Bienenstände in dieser Zeit neben seiner täglichen Arbeit – eine unglaubliche Leistung, wenn man die damaligen Straßenverhältnisse bedenkt und berücksichtigt, dass in der Hauptsache das Fahrrad als Transport- und Fortbewegungsmittel diente.

Aktuell ist in Hessen Waldbrandgefahr Alarmstufe A ausgerufen worden.
→Kein offenes Feuer
→Nicht rauchen und keine Zigarettenreste
→Fahrzeuge nur auf ausgewiesenen Flächen parken.
→Zufahrtswege freihalten, damit Rettungskräfte im Notfall schnell handeln können.
→Bei Rauchentwicklung oder Feuer sofort den Notruf 112 wählen!